Erfahrungen mit unserem Equipment:
Expeditionsfahrzeug:
Basisfahrzeug Volvo FM 9 - 300
- Zuerst das Positive:
Das Fahrzeug ist sehr einfach und bequem zu fahren - fast wie ein PKW
und ist
Extrem wendig. Auch hat es uns im Gelände noch nie enttäuscht wobei wir noch
nicht sehr schwierige Passagen gefahren sind. Die Motorleistung ist ausreichend
Mit den 300 PS aber nicht zu üppig. Das Automatikgetriebe und der Allrad mit
den riesigen Planetengetrieben frisst erheblich Energie. Wahrscheinlich wären
400PS richtig gewesen und hätten auch weniger Energie gebraucht.
Hervorragend ist der Komfort (Sitze erstklassig und Federung tadellos. Zudem
dämpfen die großen Michelin Reifen 14.00 R 20 XZL TL 156J hervorragend.
Leider nutzen sie sich aber auch sehr schnell ab. Wir sind bis jetzt meistens auf
Asphalt gefahren und da sind diese Reifen nicht das Richtige.
Auch Positiv ist das geringe Fahrgeräusch. Das Führerhaus ist sehr gut
gedämmt.
- Negativ:
Leider sind wir mit der Qualität des Fahrzeuges überhaupt nicht zu frieden. Als
hatten wir ganz viel Ärger mit dem Automatikgetriebe (Wandler). Das
Schaltverhalten sowohl beim Hochschalten (zwischen 2. Und 3 Stufe war extrem
ruppig und ebenso das runter schalten. Volvo versuchte uns dies erstmals als
normal zu verkaufen um dann doch nach 2 Jahren endlich eine Lösung zu finden
(Software). Jetzt sind wir zufrieden.
Weiterhin nutzen sich die Michelin auf den Vorderreifen aussen extrem ab. Laut
Volvo soll dies an den Reifen liegen - absoluter Blödsinn. Leider gibt es keine
Lösung.
Dann verliert das Fahrzeug Luft (in 24 Stunden Stillstand ist der
Luftdruckbehälter leer. Volvo fand das Problem nicht und wir leben momentan
damit und Beten dass es nicht schlimmer wird.
Jetzt nach 34.000 km ist der Öldruckschalter ausgefallen. Und das im Hinterland
von New Brunswick. Wir hoffen das dies das letzte Problem war.
Sehr Positiv ist die Unterstützung der Service Abteilung von Volvo Stuttgart.
Wohnkabine mit Technik von Firma Langer & Bock:
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- Qualität: bis jetzt tadellos und die Dinge die nicht gepasst haben wurden schnell und problemlos beseitigt.
- Konzept: Wir sind immer noch begeistert kein Gas an Bord zu haben. Die Entscheidung für reine Elektrik war gold richtig. Die Kapazität der Solarpanels in Verbindung mit der Batteriekapazität reicht uns seither zu 95 % aus um zu kochen und unsere vielen elektrischen Geräte zu versorgen. Sogar hier in Kanada mit ganz wenig Sonnenschein brauchten wir unseren Dieselgenerator kaum. Der Induktionsherd ist schnell und sparsam. Die beiden Dieselheizungen (1x Ersatz) brauchen wir zur Zeit täglich und sie tun ihren Dienst hervorragend und schnell.
Insgesamt ist der Grundriss sehr wohnlich und komfortabel - wir fühlen uns sauwohl. Die Tankkapazität (Frischwasser 500 Liter und die entsprechenden Abwasser und Fäkaltanks machen uns 3 Wochen unabhängig.
Motorrad Honda Enduro 125 ccm
Ursprünglich hatten wir hinten eine Motorrad Plattform mit einer 125 ccm Honda Enduro. Auch wenn
uns das Fahren viel Spass gemacht hat so war doch das handling sehr sehr mühsam. Mit der Folge dass wir ganz selten gefahren sind. Zudem ist es (trotz Abdeckung) schnell und stark
verdreckt.
Wir haben es inzwischen zu Hause gelassen.
Falträder Montague:
Diese Räder sind leicht und wie Mountain Bikes zu fahren. Das viele Falten hat die Räder aber
derart strapaziert dass wir schon nach 6 Monaten und wenig fahren viele Probleme mit Schaltung und Bremsen hatten.
Wir haben Falträder (Montague) und Motorrad Enduro eingetauscht gegen:
Riese und Müller Tourenräder mit Elektro Unterstützung (Pedelecs):
Diese nicht billigen Tourenräder mit zusätzlichen E-Antrieb sind jetzt auf der Plattform hinten
am Fahrzeug montiert und mit einer Box geschützt. Zusätzlich ist noch Platz für viel Kleinkram.
Die Räder sind einfach genial. Zu fahren wie normale Tourenräder mit einer guten 18 Gang Schaltung. Voll gefedert und äußerst bequem. Und bei Bergfahrt oder Gegenwind einfach nur auf den Knopf
drücken und ab geht die Post. Es lässt ich in 4 Stufen eine Unterstützung von 75% bis 300% einstellen und damit wir jeder Berg zum Kinderspiel. Wir haben eine 50 km tour gemacht und hatten immer
noch über 50% Batterie Energie. Das Geniale ist noch dass man bei Talfahrt den E-Antrieb als Generator (Bremse) nutzen kann und die Batterien wieder (teilweise) aufladen kann.
Wir sind einfach nur begeistert. Und durch unsere Solaranlage und die großen Batterien können wie die Räder über Nacht umweltfreundlich wieder aufladen.
Dieselgenerator von "FischerPanda" mit 4 KW Leistung:
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Läuft inzwischen problemlos. Wir brauchen ihn aber immer noch selten. Einmal
weil wir viel fahren und dadurch die Batterien laden und zum anderen weil man in
Kanada auf einen Campground muss und meistens elektrischen Anschluss
bekommt. Aber ein beruhigendes Gefühl ihn dabei zu haben
Gefriertruhe von Fa. Luna / Südafrika:
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- Diese 80 Liter Box ist nicht ganz billig aber hervorragend. Der eingebaute Danfoss Kühlgenerator läuft problemlos und tut auch nach 3 Jahre seine Dienste. Es hat 2 verschiedene Kühlräume die beide getrennt gekühlt und eingestellt werden. DieTruhe ist hervorragend isoliert und der Stromverbrauch sehr gering. Es gibt 3 Anschlusswerte: 230 VAC - 50Hz / 24 VDC / 12 VDC
Kühl- und Gefriertruhe von Fa. Waeco (30 Liter):
- Wir haben aus Kapazitätsgründen vor dem Start unserer Weltreise in der Garage eine weitere Kühlbox installiert. Aus Platz- und Preisgründen haben wir uns für eine 30 Liter Waeco entschieden. Diese passte mit ihrer länglichen Form ideal in den freien Platz.
- Wir haben sie nun erstmals in Kanada (nach 2 Monaten) gefüllt und betreiben sie als Gefrierbox (-18°C). Schon kurze Zeit danach hatten wir Probleme mit unserer Batteriespannung. Unerklärlicherweise wurden die 6 großen Batterien leer. Wir suchten überall den Fehler bis wir endlich feststellten dass die Waeco praktisch pausenlos läuft.
- Der Grund: äußerst schlechte Isolierung (trotz zusätzlicher Isolierhaube) und miserablem Kühlgenerator (made in China).
- Wir schalteten die Box wieder ab und haben seither keine Batterieprobleme mehr.
