Frankreich 2019:

Vom Colle d´Agnello (FR) nach Salon de Provence (FR): 4. 10. 2019

Auf der französischen Seite der Passstrasse gibt es weniger Vegetation und die Sicht ist noch spektakulärer. Unglaublich dass hier sowohl die Tour der France hoch geht als auch der Giro d`Italia. Diese Seite ist touristisch definitiv mehr genutzt. Das sieht man an den Orten als auch an den Liften.

In Ville-Vieille bogen wir links ab und fuhren über Guillestre, Vars, Jaussiers nach Barcelonnette.

Diese Stadt wurde von französischen Aussiedlern gegründet die ursprünglich nach Mexiko auswanderten. Dort ihr Glück machten (zu Vermögen kamen) und dann sich hier wieder ansiedelten. Man sieht es dem Ort an dass Vermögen vorhanden ist.

Wir hatten hier leider Probleme mit dem Schloss unserer Eingangstür und vereinbarten Hersteller eine Ersatzlieferung. Wir entschieden diese nach Salon-de-Provence schicken zu lassen.

Wir fuhren zügig und direkt nach Salon-de-Provence durch.

Und ein kleiner Film über diese wundervolle Strecke aus unserer Inbordkamera:

Salon de Provence_Provence_FR: 4. - 9. 10. 2019

diese schmucke Kleinstadt, nicht weit von der berühmten Schwester Aix-en-Provence entfernt, ist einen Abstecher wert.

Verwinkelte Gassen, Brunnen, Cafes und kleine Geschäfte vermitteln eine entspannte Atmosphäre.

Salon ist die Partnerstadt von Wertheim (meine- Ritas Heimatstadt) und berühmt durch den rätselhaften und vielseitigen „Nostradamus“.

Dieser wurde 1503 in Salon geboren und beschäftigte sich neben der Medizin auch mit Astrologie. Er sagte die Zukunft bis zum Jahre 3797 voraus. Wir wollen sie nicht wissen.

Istres_FR: 8. 9. 2019:

Dieses kleine Städtchen liegt direkt am Étang de Berre.

Es hat eine kleine aber sehr schöne Altstadt, noch römische Spuren und schöne Wanderwege entlang des Étang.

Von Salon de Provence nach Fontaine-de-Vaucluse: 10. 10. 2019

Fontaine-de-Vaucluse ist die fünftgrösste Quelle der Welt.

Sie wird durch ein riesiges, unterirdischen Netz von Flüssen gespeist wird. Daraus entsteht der Fluss Sorgue.

Die Quelle liegt am Fuß einer etwa 230 Meter hohen Felswand. Die tiefste Stelle des Quellbeckens ist um die 300 m tief. Aber „bad luck - zu unserem Besuch hatte die Quelle gestreikt. Wer auch immer dafür verantwortlich war?? 

Die herrlichen grünen Farbschattierungen haben es uns aber trotzdem angetan. Sehr idyllisch, wenn man den Blick von den Verkaufsbuden abgewendet hält.

Und noch ein kleiner Film über Fontaine-de-Vaucluse:

Von Fontaine-de-Vaucluse nach Sault: 10. 10. 2019

Wir haben einen Abstecher über Gordes gemacht. Eine Provencestadt wie aus dem Bilderbuch.

Hoch auf einem Bergfried gelegen und in wunderschönem ockergelb begrüßt sie einen schon von weitem.

Vom gegenüberliegenden Berg hatten wir einen Traumblick. Wir wollten das Städtchen besuchen aber 3-4 Reisebusse mit Chinesen waren vor uns da. Und damit war dieses Kleinod mehr als überbevölkert. Parkplatz hätte es für uns sowieso nicht gegeben - in diese Gässchen wäre sogar Rudi nicht reingefahren - und dann noch die vielen ..…

Wir fuhren weiter nach Sault und hofften dass die Busse in die Gegenrichtung fuhren.

Sault_ die Lavendel-Stadt 10. 10. 2019:

wurde mutig auf einem Felsvorsprung gebaut. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf Lavendel Felder und Weingärten. Leider beides schon abgeerntet. 

Das Zentrum ist klein und verwinkelt. Die Mauern sind mit ockerfarbenen Steinen erbaut. Ruhig und beschaulich.

Gorges-de-la-Nesque_11. 10. 2019:

Diese eher unbekannte Schlucht führte uns von Monieux nach Villes-sur-Auzon.

Es gibt einige spektakuläre Aussichtsstellen in die tiefe Schlucht. Auch die Strasse ist reizvoll.

Wenn nicht die Höhe unseres Fahrzeuges gewesen wäre.

Eingangs der Schlucht sahen wir mehrmals das Hinweisschild dass max. 3,40m Fahrzeughöhe möglich ist. Kein Problem: haben wir doch nur 2,95m = 45 cm Sicherheit sollten doch auch in Frankreich ausreichen.

Sämtliche Tunnels sind von Hand durch den Fels geschlagen, naturbelassen und unbeleuchtet. Genau die Strecke die Rita so sehr liebt.

Beim ersten Tunnel das Hinweisschild: max. Höhe 3,40m - toll auf die Franzosen ist halt Verlass.

Beim dritten Tunnel waren 2 Schilder angebracht: linke Fahrseite 3,40 m und rechte Seite 2,90m. 

Die Strasse hatte nur eine Spur und ist relativ schmal. Rudi hielt sich ganz links und wir hatten kein Problem und auch keinen Gegenverkehr.

Beim letzten Tunnel wieder 2 Schilder: links 3,40m und rechts 2,60m - ups das wird knapp. Und dann auch noch im Tunnel eine Rechtskurve. Rudi fuhr im Schritttempo und Rita betete dass niemand entgegen kam. Ob es reichen wird testeten wir auf „Gehör“. Wir hatten einen guten Tag und einen guten Draht zum Schutzengel - es hat gereicht.

Im Nachhinein wunderte es uns nicht mehr dass wir kein zweites Wohnmobil sahen und auch sonst fast niemand unterwegs war.

Film: Fahrt durch die Nesque - Schlucht:

Mont-Ventoux_12.10.2019:

Den Mont Ventoux sieht man von allen Seiten und von großer Entfernung. Er sieht aber immer wie eine kleine schöne Erhebung aus mit einem hellen Haupt (wüstenähnliche Farbe).

Umso mehr überraschen einen die Daten:

Er ist 1909m hoch und überragt die Umgebung im Schnitt locker um 1000m - 1200m. Entsprechend spektakulär ist der Aufstieg trotz super ausgebauter Strasse.

Vom Gipfel kann man bei gutem Wetter gleichzeitig das Mittelmeer, die höchsten Gipfel der Alpen und die Pyrenäen sehen. 

An seinen Hängen vereinigt der Berg alle europäischen Klima- und Vegetationszonen (vom Mittelmeer bis Lappland) - unglaublich. Auch wir hatten unten ca. 20°C und oben höchsten 5°C und dazu einen extrem starken Wind.

Unfassbar dass über diesen Riesenberg die Tour de France führt.

Und wir hatten einen wunderschönen Tag erwischt, mit wunderbarer Fernsicht und tollen Wolkenformationen.

Film: Fahrt über den Mount Ventoux von Carpentras nach Vaison-la-Romaine

Vaison-la-Romaine_13.10.2019:

   ist ein Ort, der auf eine 2000 Jahre andauernde Geschichte zurückblicken kann und ist die größte archäologische Ausgrabungsstätte Frankreichs.

Er besteht aus einer mittelalterlichen Oberstadt sowie einer römischen Unterstadt. Auf dem riesigen Grabungsgelände steht sogar noch ein beeindruckendes Amphitheater. Über die intakte, römische Brücke erreicht man den mittelalterlichen Teil des Dorfes. Hoch oben, auf einem Felsrücken erbaut, aus dem 16. Jahrhundert, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Ein Tag voller spannender Eindrücke.

Gorge-de-l`Ardeche_14.10.2019:

Von Pont-Saint-Esprit bis Vallon-Pont-d’Arc fuhren wir entlang der Gorges de l’Ardeche. Eine wunderschöne Strecke mit vielen „Balkonen“ = Aussichtspunkten (siehe Bilder).

In Vallon-Pont-d’Arc haben wir übernachtet. Ein wunderschönes kleines Städtchen.

Berühmt ist der Pont d’Arc den die wilde Ardeche durch den Felsen gegraben hat um vielleicht 5 km Umweg zu „sparen“.

Film von unserer Fahrt durch die Ardeche Schlucht:

Uzes_Department Gard: 15. - 17. 10. 2019

ein besonders schönes Städtchen. Mit seinem fußgängerfreundlichen, historischen Zentrum  empfängt sie den Besucher zum entspannten bummeln und staunen.

Hinter jeder Ecke entdeckt man lauschige Plätze, trutzigeTürme und prächtige Gebäude.

Cafes, Restaurants und originelle Geschäfte laden zum sitzen, schauen und stöbern ein.

Hat uns begeistert!!!

Film über den Mittwochsmarkt in Uzes:

Florac_18.10.2019:

Liegt in einem engen Tal und man nennt sie auch die 3-Flüsse-Stadt (Tarn, Tarnon und Mimente). Überall sieht man Wasser. Sie liegt im Zentrum des wilden Nationalparks der Cevennen. 

Hat knapp 2000 Einwohner ist sehr gemütlich. Und wie jeder französische Ort gibt es einen Wohnmobilstellplatz.

Saint Enimie_19.10.2019:

Eine Mittelaltersiedlung wie aus dem Bilderbuch. Die Zeit ist stehengeblieben. Hat 500 Einwohner und gehört zu den "Plus Beau Village" = "schönsten Dörfer Frankreichs".

Im Sommer ein zentraler (oder der...) Ort für den Wassersport auf der Tarn.

Die alte Bausubstanz ist wahrscheinlich einmalig.

Durch die Gorge-du-Tarn nach Millau_19.10.2019:

Die Gorge-du-Tarn hat uns schwer beeindruckt. Wir hatten die ideale Jahreszeit erwischt.

Tolles Wetter und farbenfrohe Vegetation. Überall haben sich die Laubbäume verfärbt - leuchtend gelb und orange. Dann die tolle Schlucht mit den unendlich vielen von Hand in den Felsen gehauenen Tunnels. Wo man jedesmal das Gefühl hat dass die Höhe nicht ausreicht.

Zum Glück gibt es im schönen Oktober fast keine Touristen mehr.

Das Städtchen Millau ist uninteressant. Das einzige extrem beeindruckende ist die filigrane und hohe Autobahnbrücke (A75) über das Tarntal. Sie ist mit 2460m die längste Schrägseilbrücke der Welt und mit einer Pfeilerhöhe von 343m das höchste Bauwerk Frankreichs. Leider hatten wir schlechtes Wetter und machten keine Bilder.

Ein paar Eindrücke der Tarnschlucht per Film:

Albi_20.10.2019:

Albi (50.000 Einwohner) hat eine sehr große Altstadt und diese ist fast gänzlich aus Backsteinen gebaut. Man nennt sie deshalb auch die rote Stadt.

Imposant ist die Kathedrale. Die größte Backsteinkirche der Welt. Unfassbar - muss man selbst erlebt haben. Albi war schon immer ein bedeutender Ort für die katholische Kirche mit einem wichtigen Bischofsitz. Dieser ganze Bereich ist inzwischen von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Der alte Bischofspalast ist noch größer als die imposante Kirche und wahrscheinlich größer als viele Königspaläste - soviel zur Bescheidenheit der Kirche.

Ebenso imposant ist die alte Backsteinbrücke über die Tarn. Erbaut im Jahre 1035 ist heute noch in Betrieb. Und diese komplett aus Ziegelsteinen. Ob heutige Bauwerke noch 1000 Jahre halten? - Eher nein!

Leider waren wir am Sonntag und Montag hier. Und fast alle Geschäfte, Lokale waren geschlossen.

Wir hatten aber dramatische Lichtverhältnisse bei Sonne, Wolken und Regen - deshalb ein paar mehr Bilder.

Carcassonne_21. - 23.10.2019:

Hier besuchten wir unsere Reisefreundin Juliette, in ihrem wunderschönen B&B inmitten der historischen Altstadt. Übernachtet haben wir auf dem Campground Cite direkt am Fluss gelegen.

Leider setzte auch alsbald der vorher gesagte Starkregen ein. Die ganze Nacht schüttete es wie aus Kübeln. Jede Stunde schauten wir aus dem Fenster, ob der Fluss L`Aude schon den Platz geflutet hatte.

Ein Jahr zuvor gab es in Carcassonne eine katastrophale Überschwemmung, bei der mehrere Menschen den Tod fanden. Dieses Ereignis vor Augen hat uns den Schlaf geraubt. Wir hatten Glück, es waren am Morgen nur riesige Pfützen zu durchwaten. Wir suchten uns für die kommende Nacht einen Platz auf dem Berg hinter der Festung. Hier waren keine nassen Füsse mehr zu befürchten. Bilder siehe die Reiseberichte vor ein paar Jahren.

Von Carcassonne sind wir über den Col-de-Chioula nach Ax-les-Thermes gefahren.

Hier ein paar Eindrücke mit der GoPro:

Ax-les-Thermes: 24.10.2019

Von Carcassonne nahmen wir die D118 über Limoux nach Quillan. Dann die D613 nach Ax-les-Thermes. Die Strecke war aber gesperrt (Strassenbauarbeiten) und man leitete den Verkehr über eine minikleine Strecke durch die Berge. War sogar für unseren wendigen „Mingan“ eine Herausforderung wenn einer entgegenkam. Ritas Südamerika-Erinnerung kamen wieder zu Tage.

Ax-les-Thermes ist ein mondäner Bade-und Kurort in den Pyrenäen.

Hübsch, aber nicht ganz unser Ding. 

Zu übernachten aber ok.

Überraschend die heißen Quellen. Kommen mit 70°C oben an und werden zum Teil auch im Städtchen in einen schönen Brunnen geleitet wo man barfuss die Füsse aufheizen kann - das Gegenteil von Messieur Kneipp.

 

Film:

Von Ax-Les-Thermes nach Castillons-en-Louserans.

Les Vignes: 25.10.2019

ein klitzekleiner, gemütlicher Ort mit freundlichen Bewohnern.

Auf dem lokalen Campground kann man für kleines Geld super stehen und ausgiebig duschen.

Extrem viele große Platanen säumen hier die Strassen. Und zum ersten Mal sahen wir dass man Platanen dazu bringen kann, dass ihre Äste zusammen wachsen. So wurde eine ganze Strassenbreite von diesen mächtigen Bäumen abgedeckt.

Weiter geht unser Reisebericht mit dem wunderschönen Land Spanien    ==>  "Spanien 2019"